Informationen für den Notfall

NotrufVerhalten im BrandfallVerhalten nach einem FeuerVerhalten bei UnwetterFahrzeuge mit SonderrechtenSchlaganfallWespen und BienenHimmelslaternen

Von Neuwied aus, sowie in allen rechtsrheinischen Landkreisen in RLP, landen Sie über den Notruf 112 bei der Rettungsleitstelle Montabaur. Von hieraus wird Ihr Notruf bearbeitet und die entsprechenden Rettungsmittel alarmiert.

Um schnelle Hilfe veranlassen zu können ist das Personal der Leitstelle auf präzise Angaben des Anrufers angewiesen.
Daher sollten Sie sich vor dem Anruf einen Überblick verschaffen und dabei folgendes beachten:

„Die 6 W-Fragen“

1 – Wo ist es passiert?

Je präziser die Angaben der Örtlichkeiten sind, desto weniger wertvolle Minuten verstreichen bis die Einsatzkräfte an der Unfallstelle eintreffen.
Bei Unfällen auf der Autobahn, Bundes-, Land- oder Kreisstraße unbedingt die Fahrtrichtung sowie Kilometerangabe angeben. Bitte nennen Sie diesen Punkt immer zuerst, denn wenn z.B. eine Handyverbindung abreisst kann trotzdem Hilfe zu Ihnen kommen !
2 – Was ist passiert?

Umschreiben Sie das Ereignis in kurzen prägnanten Stichworten, z.B. Verkehrsunfall, Feuer, Explosion, Bewußtlose Person, Sturz von einer Leiter etc.
Sachlichkeit ist das Wichtigste in so einer Notsituation!

 3 – Wie viele Verletzte?

Bitte teilen Sie uns möglichst genau die Anzahl der Verletzten / Erkrankten mit, bei größeren Unfällen reicht eine wohlüberlegte Schätzung aus.


4 – Welche Art der Verletzung liegt vor?

Falls möglich nennen Sie uns die vorliegenden Verletzungen. Bei Vergiftungserscheinungen den Namen und die Menge des eingenommenen Mittels (Medikamente, Reinigungsmittel, Pflanzen usw.) angeben.


5 – Wer meldet den Notfall?

Nennen Sie uns Ihren Namen und eine Rückrufnummer. Verbleiben Sie an der Einsatzstelle und lotsen Sie ggf. die Einsatzkräfte zur Unfallstelle.


6 – Warten Sie auf mögliche Rückfragen!

Warten Sie auf jeden Fall so lange am Telefon, bis Ihnen gesagt wird, dass Sie auflegen können oder der Disponent der Leitstelle das Gespräch beendet.

 

Es gibt Regeln im Leben, die sollten Sie beherrschen. Dazu gehören die Regeln für das Verhalten im Brandfall. Ein Feuer kommt nicht mit Vorankündigung. Er kommt unerwartet, vielleicht sogar Nachts. Dann sollten Sie sich richtig verhalten und sich an diese Regeln erinnern.

Deshalb unsere dringende Bitte: Lesen Sie diese wenigen Regeln immer wieder durch. Bringen Sie diese Ihren Kindern bei. Auch wenn Sie es sich jetzt in Ruhe vor Ihrem Computer nicht vorstellen können – ein Brand ist schneller ausgebrochen, als Sie denken. Auch in Ihrer Wohnung!

Wenn es brennt:

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben! Durch Aufregung wird nichts besser, im Gegenteil, jetzt ist überlegtes Handeln gefragt.
  • Verlassen Sie den brennenden Raum, flüchten Sie über evtl. ausgeschilderte Fluchtwege oder Notausgangstüren. Dafür sind sie da!
  • Schließen Sie Türen – schließen Sie jedoch nicht ab! Die Feuerwehr müsste Türen sonst unter Umständen aufbrechen, um den Brand    bekämpfen zu können.
  • Rufen Sie grundsätzlich die Feuerwehr, Notruf 112 ! Setzen Sie den Notruf auch dann ab, wenn Sie glauben, den Brand noch selbst löschen zu können. Unter Umständen gelingt ihnen das nicht – und dann wären wertvolle Minuten verloren. Die Feuerwehr ist zwar schnell, dennoch hat auch sie ein paar Minuten Fahrzeit…
  • Verständigen Sie Mitbewohner im Gebäude (evtl. Feueralarm auslösen, falls vorhanden). Helfen Sie älteren, kranken oder behinderten Mitbewohnern.
  • Versuchen Sie – wenn möglich – den Brand zu löschen. Setzen Sie sich dabei aber keinen Gefahren aus. Verqualmte Räume dürfen nicht mehr betreten werden, das Risiko einer Vergiftung ist zu groß! Und vergessen Sie nicht: Fettbrände dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden.
  • Benutzen Sie niemals den Fahrstuhl! Er könnte durch eine Stromunterbrechung stecken bleiben und Sie im Qualm – der auch durch Aufzugschächte zieht – ersticken!
  • Warten Sie vor dem Haus auf die Feuerwehr, machen Sie sich durch deutliche Zeichen bemerkbar. Wir benötigen Ihre Informationen für die Brandbekämpfung.

 

Hier finden sie die Verhaltensregeln in verschiedenen Sprachen (Quelle: Feuerwehr Berlin):

 

►  Auf Französisch

►  Auf Russisch

►  Auf Polnisch

►  Zusammengefasste Hinweise in Französisch, Russisch, Polnisch und Türkisch

 

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Was tun, wenn es gebrannt hat?

Nachdem ein Brand in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus gelöscht wurde, gibt es viele Dinge zu beachten. Wir möchten Ihnen einige Hinweise geben, damit Sie sich und Ihre Familie vor ungewollten Folgen schützen können.

Durch das Feuer sind unter anderem Schadstoffe entstanden, die sich mit dem Rauch und Ruß auf Ihrer Einrichtung niedergeschlagen haben. Erfahrungsgemäß sind brandbedingte Schadstoffe jedoch nur dort nachweisbar, wo auch sichtbare Brandverschmutzung wahrzunehmen ist.

War Ihre Wohnung nur leicht verraucht und sind keine Rußteilchen wahrzunehmen, können Sie sich dort nach sorgfältiger Durchlüftung wieder aufhalten.

Zehn Tipps nach einem Brand

Wenn Ihre Wohnung von Feuer, Ruß oder starkem Rauch betroffen war, sollten Sie folgende Informationen unbedingt beachten:

  1. Bleiben Sie mit Ihrer Familie zusammen und lassen Sie ihre Kinder nicht allein.
  2. Wenn Sie oder ein Familienmitglied nach dem Brand Unwohlsein verspüren, suchen Sie einen Arzt auf.
  3. Betreten Sie die Brandstelle oder Ihre vom Ruß betroffene Wohnung erst, wenn sie völlig erkaltet und durchlüftet ist, frühestens jedoch eine Stunde nach Abrücken der Feuerwehr. Bevor Sie in Ihre Wohnung gehen, halten Sie Rücksprache mit der Polizei. Halten Sie sich auch dann nur so lange wie unbedingt erforderlich in der Wohnung auf und vermeiden Sie eine Verschleppung von Ruß, Asche oder Brandrückständen in saubere Bereiche.
  4. Benachrichtigen Sie sofort Ihre Hauseigentümerin oder Ihren Hauseigentümer.
  5. Informieren Sie Ihre Hausratversicherung. Als Eigentümerin oder Eigentümer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung wenden Sie sich bitte an Ihre Gebäudeversicherung. Sprechen Sie, zum Schutz vor finanziellen Nachteilen, mögliche Sanierungsmaßnahmen mit Ihrer Versicherung ab.
  6. Ist Ihre Wohnung stark durch Brand, Ruß oder Rauch betroffen, oder fühlen Sie sich nach dem Schaden in Ihrer Wohnung unsicher, sollten Sie sich für die kommende Nacht nach Möglichkeit eine Unterkunft bei Verwandten oder Freunden suchen.
  7. Nehmen Sie außer Wertsachen und wichtigen Dokumenten zunächst nichts aus Ihrer Wohnung mit.
  8. Benötigen Sie Kleidung oder Kinderspielzeug, so darf dieses weder mit dem Feuer, noch Rauch oder Ruß in Berührung gekommen sein. Unbedingt benötigtes Kinderspielzeug sollten Sie vor dem Gebrauch gründlich reinigen.
  9. Nahrungsmittel, die nicht in fest verschlossenen Behältnissen aufbewahrt wurden oder die mit Rauch und Wärme in Kontakt gekommen sind, sollten Sie nicht mehr verwenden.
  10. Sichern Sie Ihre Wohnung beim Verlassen vor unbefugtem Zutritt.

Hinweise für Unwetterlagen

Starke Regenfälle und plötzlich auftretende Unwetter bestimmen immer mehr das Wetter in unseren Breiten. Eisregen in der kalten Jahreszeit oder Wärmegewitter im Sommer, die sich rasch zu einem Unwetter entwickeln, können den Alltag erheblich einschränken. Daher sollten Sie ein paar Dinge in Ihrem Haushalt vorhalten:

  • Stromnetzunabhängiges UKW-Radiogerät,
  • Ausreichend Batterien,
  • Taschenlampen und Kerzen.

Hinweise zu Gewittern

  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit den Aufenthalt im Freien während eines Gewitters. Gebäude mit Blitzschutz und Fahrzeuge mit Metallkarrosserie bieten Schutz.
  • Sollten Sie sich doch im Freien aufhalten, suchen Sie tiefer gelegenes Gelände auf.
  • Vermeiden Sie während des Gewitters den Kontakt zu metallischen Leitungen.
  • Ziehen Sie nach Möglichkeit alle Stecker elektrischer Geräte aus der Steckdose.
  • Telefonieren Sie nicht während eines Gewitters.
  • Ziehen Sie Ihr Fernsehkabel aus der Wandsteckdose.
  • Vermeiden Sie Duschen oder Baden während eines Gewitters.
  • Vermeiden Sie während des Gewitters folgende Orte: einzelne Bäume und Baumgruppen, Hügel, Aussichtstürme, Masten, Metallzäune oder Gitter.

Hinweise für Verkehrsteilnehmer bei Unwettern

  • Durchfahren Sie keine überfluteten Straßenstücke. Zum einen können Sie nicht erkennen ob die Straße unterspült oder ganz zerstört ist, zum anderen fügt Wasser Ihrem Fahrzeug erheblichen Schaden zu. Allgemein gilt: Die Türschwelle darf nicht unter Wasser sein.

Hilfestellung für Verkehrsteilnehmer

Im Paragraph §35 der StVO sind im Absatz 1 die Sonderrechte geregelt:

§35 Sonderrechte

(1) Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.

Wenn die Feuerwehr zu Einsätzen fährt, werden das „Blaulicht“ und das „Martinhorn“ eingeschaltet um für Sie schnell und sicher an den Einsatzort zu kommen. Unter Berücksichtigung des §35 Absatz 8 geschieht dies:“ … nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung …“

Das Einsatzfahrzeug das sich einer Kreuzung nähert wird abbremsen und nach den Erfordernissen kurz halten, um sich zu vergewissern das Sie es gesehen haben. Warten Sie auch bei „Grün“ bis das Fahrzeug die Kreuzung passiert hat.

Die Feuerwehr kommt in der Regel mit mehreren Fahrzeugen, warten Sie alle Signalfahrzeuge ab.

Wenn Sie an einer roten Ampel warten und das Einsatzfahrzeug nähert sich von hinten:

  • überqueren Sie nicht die Kreuzung, Sie können anderen Verkehrsteilnehmern ihre Absicht nicht anzeigen. Tasten Sie sich nach vorne und scheren nach rechts bzw. nach links aus, und bilden eine Gasse.
  • wenn die Ampel auf grün schaltet warten Sie bis alle Feuerwehrfahrzeuge Sie passiert haben. Sollte das Einsatzfahrzeug nicht genug Platz haben fahren Sie los und halten sich am rechten Fahrbahnrand, halten Sie nötigenfalls.

Wenn Sie „Grün“ haben, und das Einsatzfahrzeug kommt von links oder rechts:

  • verringern Sie Ihre Geschwindigkeit, halten Sie nötigenfalls, vermeiden Sie jedoch Notbremsungen
  • wenn Sie bereits im Kreuzungsbereich sind, fahren Sie weiter und blockieren die Kreuzung nicht.

Allgemein gilt:

  • verringern Sie Ihre Geschwindigkeit, steuern in Richtung des rechten Fahrbahnrandes und halten nötigenfalls an.
  • benutzen Sie Ihren Fahrtrichtungsanzeiger „Blinker“, damit die Einsatzfahrer erkennen, wohin Sie ausweichen werden.
  • unterschätzen Sie nicht die Geschwindigkeit, und Bremsweg von Einsatzfahrzeugen. Es sind oft LKW mit mehreren Tonnen Gewicht.
  • folgen Sie niemals Einsatzfahrzeugen
  • machen Sie keine Notbremsung wenn ein Feuerwehrfahrzeug mit Sondersignal von hinten kommt.
  • vermeiden Sie es in unübersichtlichen Stellen zu halten
  • als Fußgänger oder Radfahrer überqueren Sie erst nach der vorbeifahrt des Fahrzeuges die Straße.
  • Die Feuerwehr fährt nicht zum Spaß mit Blaulicht und Martinshorn. Da wir über Funk Einsatzaufträge übernehmen, können Einsatzfahrzeuge im Straßenverkehr plötzlich das Sondersignal einschalten, oder wenn die Gefahr für Sie nicht mehr gegeben ist, noch eben über eine Kreuzung gefahren sein um dann das Signal auszuschalten.
  • Beachten Sie auch unbedingt langsam fahrende Rettungswagen ohne Blaulicht, hier kann es sich um einen Verletzten-Transport handeln, dessen Fahrer die Fahrt für den Patienten so schonend wie Möglich macht.

 

Verhalten in bestimmten Straßensituationen

Normale Straße mit zwei Fahrtrichtungen: Die vor dem Einsatzfahrzeug fahrenden Fahrzeuge verringern ihre Geschwindigkeit und fahren an den rechten Straßenrand. Falls nötig halten sie an. Entgegenkommende Fahrzeuge müssen vorsichtig sein und ebenfalls an den rechten Fahrbahnrand, wenn das Einsatzfahrzeug zum Überholen ansetzt oder bereits in der Fahrbahnmitte fährt.

2-spurige Straße mit nur einer Fahrtrichtung:
Fahrzeuge die auf der linken Spur sind fahren nach links, die auf der rechten Spur fahren nach rechts. Das Einsatzfahrzeug fährt dann durch die Mitte, die sogenannte Rettungsgasse.

Bemerkung: Bildet sich ein Stau, halten Sie Abstand zu Ihrem Vordermann, dann haben Sie genug Platz um zu rangieren und die Rettungsgasse zu bilden. Nach dem Passieren der Einsatzfahrzeuge lassen Sie die Gasse bestehen, wechseln Sie nicht  unnötig die Fahrstreifen um weiteren Einsatzfahrzeugen die Durchfahrt nicht zu erschweren.

3-spurige Straße mit nur einer Fahrtrichtung: Wie bei der 2-spurigen Straße, jedoch wird hier die Gasse zwischen der linken und mittleren Spur gebildet. Die Fahrzeuge auf der rechten äußeren Spur müssen nach rechts ausweichen um den Fahrzeugen auf der mittleren Spur das ausweichen nach recht zu ermöglichen.

Entgegengesetzt der Fahrtrichtung: Es kommt vor, dass Einsatzfahrzeuge Einbahnstraßen Entgegen der Fahrtrichtung benutzen. Verringern Sie Ihre Geschwindigkeit, halten Nötigenfalls an und weichen Sie dem Einsatzfahrzeug aus.

Verhalten am Unfallort

Wenn Einsatzfahrzeuge an einem Einsatzort stehen, ob es nun ein Unfall oder Brandeinsatz ist oder ein anderes Ereignis ist, sollte das umfahren der Einsatzstelle möglich sein, fahren sie in angemessener Geschwindigkeit vorbei, bleiben Sie nicht stehen und blockieren den Fahrweg. Versuchen Sie nicht unter allen Umständen um ein Einsatzfahrzeug herum zu fahren. Warten Sie Nötigenfalls bis Ihnen die Weiterfahrt ermöglicht wird.

Schlaganfall – Ein wahres Ereignis

Während gegrillt wurde, stolperte Ingrid und fiel hin. Man bot ihr an, einen Krankenwagen zu rufen, doch sie versicherte allen, dass sie OK war
und sie nur wegen ihrer neuen Schuhe über einen Stein gestolpert sei.
Weil sie ein wenig blass und zittrig wirkte, half man ihr, sich zu säubern und brachte ihr einen neuen Teller mit Essen. Ingrid verbrachte
den Rest des Abends heiter und fröhlich. Ingrids Ehemann rief später an und ließ alle wissen, dass seine Frau ins Krankenhaus gebracht worden
war. Um 23.00 Uhr verstarb Ingrid.

Sie hatte beim Grillen einen Schlaganfall erlitten.
Hätten ihre Freunde gewusst, wie man die Zeichen eines Schlaganfalls deuten kann, könnte Ingrid heute noch leben.
Manche Menschen sterben nicht sofort. Sie bleiben oft lange in einer auf Hilfe angewiesen, hoffnungslosen Situation.
Es dauert nur 1 Minute, das Folgende zu lesen …
Ein Neurologe sagte, dass wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommen kann, er die Auswirkung eines Schlaganfalls
aufheben könne. Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu
behandeln, was allerdings nicht leicht ist.
Erkenne einen Schlaganfall:

Es gibt 4 Schritte, an die man sich halten sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen.
-Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen).
-Bitte die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel: „Es ist heute sehr schön.“).
-Bitte die Person, beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur teilweise können).
-Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge gekrümmt ist, sich von einer Seite zur anderen windet, ist das ebenfalls ein
Zeichen eines Schlaganfalls.)

Falls er oder sie Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufe sofort den Notarzt und beschreibe die Symptome der Person am Telefon.
Ein Kardiologe hat gesagt, wenn man diesen Text an mindestens 10 Leute schickt, kann man sicher sein, dass irgendein Leben – eventl. auch
unseres – dadurch gerettet werden kann.
Wir senden täglich so viel „Schrott“ durch die Gegend, da können wir doch auch die Leitungen mal mit etwas Sinnvollem verstopfen, findet Ihr
nicht?
PAGITZ Mary, OSR.
Pflegedienstleitung
Chirurgische Univ. Kliniken
Anichstr. 35
6020 Innsbruck
Tel. 050 504 22302
Fax 050 504 22303
mary.pagitz@tilak.at

Kommt die Feuerwehr auch bei Wespen und Bienen?

Wespen, Bienen und ähnliche Insekten, (sogenannte Hymenopteren) stellen keine Gefahr dar. Alle Hymenopteren können stechen. Dies ist zwar schmerzhaft, jedoch in der Regel nicht besonders gefährlich oder gar tödlich. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie (2- 3% der Bevölkerung) können Stiche schwerwiegende

 

Hymenopteren üben eine wichtige Bestandsregelung bei Ernte- und Forstschädlingen aus und bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Wespen unterstehen dem allgemeinen Schutz, eine Vielzahl von Arten sogar einem besonderen Schutz. Das heißt, ohne einen triftigen Grund dürfen Nester nicht entfernt werden. Bei der Umsiedelung oder gar Beseitigung eines Hornissen- oder Hummelnestes ist ein Antrag auf Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten erforderlich.

 

Die Feuerwehr rückt zu Wespennestern u.ä. nur dann aus, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt. Eine Gefahr durch Hymenopteren ist dann gegeben, wenn die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Dies ist z.B. in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen gegeben.

 

Hymenopteren leben nur wenige Monate, daher kann man die Nester im Herbst problemlos entfernen und umsiedeln, sie sind um diese Jahreszeit verlassen und stellen keine Gefahr mehr dar. Beratung und Hilfe erhalten Sie beim Berliner Hymenopterendienst und diversen Umweltverbänden.

Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen

Jeden Sommer häufen sich die Klagen über Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen. An süßem naschende Wespen oder ein Hummelnest im Schulhof sind einige Beispiele solcher Konflikte. Alle sozialen Wespen- und Hummelarten bilden im Gegensatz zu der Honigbiene ein nur für wenige Monate bestehendes Volk. Häufig ist nicht bekannt, dass Wespen durch die Bejagung von Ernte- und Forstschädlingen eine ökologisch und ökonomisch wichtige Bestandsregulation ausüben.

Der Bekämpfung störender Nester sind jedoch Grenzen gesetzt, denn die Hornissen (Vespa crabro) und die Hummeln (Bombus spec.) sind nach § 20 BNatSchG besonders geschützt. Sie dürfen grundsätzlich nicht ohne besondere Genehmigung durch die Obere Naturschutzbehörde bekämpft werden.

Im folgenden werden die Unterschiede der einzelnen Gattungen kurz dargelegt und Ansprechpartner genannt, die bei Fragen rund um Hummeln, Wespen und Hornissen zur Verfügung stehen.

Sandbienen (Solitärbienen)

Der Nestzyklus der Sandbienen erstreckt sich von Mai bis August. Sandbienen graben an sandigen Plätzen (z.B. Spielplätze, Kita) Gänge in den Boden und richten hierin ihre Nester ein. Erkennbar sind die Nester an vielen kleinen Löchern im Boden an deren Eingang sich kleine Sandhügel befinden. Von Sandbienen geht im allgemeinen keine Gefährdung aus. Sie stehen unter Naturschutz und ihre Nester können nicht umgesetzt werden.

Mauerbienen (Solitärbienen)

Aus dem Namen leitet sich ab, dass Mauerbinen im Mauerwerk ihre Eier in vorhandene Risse und Löcher ablegen. Der Nestzyklus erstreckt sich hier ebenfalls von Mai bis August. Auch von Mauerbinen geht im allgemeinen keine Gefährdung aus. Sie können nicht umgesetzt werden.

Bienenvölker können eine maximale Volksstärke von bis zu 10.000 Tieren erreichen.

Hummeln

 

Hummeln bauen ihre Nester oft in Erdhöhlen und anderen unterirdischen Hohlräumen wie z.B. alte Hasen- und Mäusenester. Der Nestzyklus erstreckt sich von März bis August. Die Königin baut die erste Wabe aus Wachs und zieht dort die erste Generation von Arbeiterinnen heran und stirbt im Herbst. Königinnen sind die größten Tiere innerhalb eines Volkes. Ein Volk besteht bei Hummeln aus ca. 300 Tieren. Hummeln ernähren sich und ihre Brut mit Pollen und Nektar. Erkennbar sind sie an ihren zwei gelben Streifen und dem weißen Hinterteil.

Eine Ausnahme bildet die Baumhummel. Sie gründet ihr Nest in Bäumen (alte Vogelnester aber auch im Dachgeschoß von Gebäuden) und ist aggressiv. Die Farbe der Baumhummel ist grau mit schwarzen Streifen. Hummeln sind in der Lage sich bei Gefahr gegenseitig zu alarmieren, gelten im allgemeinen aber als ungefährlich.

Hummelnester können umgesetzt werden. Das Umsetzen wird z.B. von Imkern vorgenommen. Die Aufwandsentschädigung hierfür beträgt zwischen 50,- und 100,- €. Das Umsetzen von Nestern der Baumhummel ist aufgrund der in den Baumkronen sitzenden Nester mitunter schwierig.

Wespen

 

Bei den Wespen wird unterschieden zwischen den Feldwespen die sehr selten sind, den Langkopf- sowie den Kurzkopfwespen. Der Unterschied zwischen der Langkopf- und der Kurzkopfwespe besteht im Abstand vom unteren Augenrand bis zum Kauwerkzeug und ist für den Laien schwer zu erkennen. Der Nestzyklus der Langkopfwespe beginnt im Mai und dauert ca. zwei Monate. Sie bauen etwa fußballgrosse hängende Wabenetagen (Nester) aus einer papierartigen Holzmasse (zerkleinertes Holz mit Speichel vermengt). Hat das Nest bereits die beschriebene Größe erreicht ist eine Umsetzung wenig sinnvoll, weil der Nestzyklus ohnehin bald beendet ist. Die Kurzkopfwespe hingegen baut ihr etwa doppelt so großes Nest hauptsächlich im Erdreich. Der Nestzyklus beginnt im April und dauert bis Ende Oktober. Wespen sind Allesfresser (Aas, erbeutete Insekten, süße Pflanzensäfte, Lebensmittel) und ein Nest kann 1.000 bis 10.000 Tiere beherbergen.

 

Grundsätzlich werden vorhandene Nester im folgenden Jahr nicht erneut besiedelt. Es ist aber möglich, dass sich Wespen über mehrere Jahre hinweg an der gleichen Stelle ein Nest errichten. Dies hängt in erster Linie von dem Standort ab. Die Beseitigung von Wespennestern erfolgt durch den Schädlingsbekämpfer.

Hornissen

 

Der Nestzyklus der Hornissen beginnt im Mai und endet im Oktober. Ein Hornissenvolk besteht aus 300 bis 1.000 Tieren. Sie ernähren sich von Insekten und von Pflanzensäften – nicht von Frühstücksbrötchen! Hornissen sind etwa 3-4 cm groß, Wespen etwa 1-2 cm, und an ihrer bräunlich-gelben Färbung gut zu erkennen. Wespen weisen eine schwarz-gelbe Färbung auf. Hornissennester können frühestens ab Mitte Juni umgesetzt werden.

 

Spezielle Probleme bei Hornissen:

 

  • Starkes Vorurteil über die Stichwirkung, Tiere sind „lediglich“ größer als Wespen!
  • Hornissen sind nachtaktiv und fliegen auf Licht. Man kann sie mit einem Glas fangen und wieder aussetzen.
  • Wenn Hornissen und Wespen auf Nahrungssuche sind, stechen sie nicht!
  • Nur Honigbienen verlieren beim Stechen ihren Stachel, weil ihr Hinterleib zu schwach ist den Stachel wieder heraus zu ziehen.
  • Hornissen koten direkt unter ihrem Nest ab, hieraus resultiert eine Geruchsbelästigung.
  • Hornissen können ab etwa August Sekundärnester gründen.
  • Leider gibt es mittlerweile eine Reihe von Schädlingsbekämpfern, die illegal das Umsetzen oder Beseitigen von Hornissennestern anbieten.

 

Die Mär von den 7 Stichen

Besonders die Hornisse ist wegen ihres angeblich lebensgefährlichen Stiches gefürchtet – bereits 7 Stiche sollen ein Pferd töten können heißt es im Volksmund, wohingegen die Hummel harmlos sei da sie nicht stechen könne.

Tatsache ist, dass alle sozialen Wespen und Bienen (auch die Hummel) stechen können; ihr Stich ist schmerzhaft, aber nicht besonders gefährlich oder gar tödlich. Nur Stiche im Mund oder Rachen können aufgrund der Schwellung lebensgefährlich sein.

Eine seltene (ca. 2% bis 3% der Bevölkerung sind davon betroffen) aber lebensgefährliche Ausnahme ist die Insektengiftallergie. Allergiker reagieren in der Regel auf eines von vier Proteinen im Insektengift. Wer allergisch auf einen Bienenstich reagiert kann auch auf einen Wespenstich allergisch reagieren. Eine starke Reaktion auf einen einzelnen Stich (lokale Schwellung, erhöhter Pulsschlag) ist alleine noch kein Hinweis auf das Vorliegen einer Allergie. Erst ein diagnostischer Hauttest beim Allergologen verschafft Klarheit.

Aufstieg von Himmelslaternen verboten

Das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz hat durch den Erlass der Gefahrenabwehrverordnung Himmelslaternen vom 31.08.2009 auf die zunehmende Beliebtheit des Einsatzes sogenannter Himmelslaternen und der damit verbundenen Gefahren reagiert.

Es ist nunmehr verboten, Himmelskörper in den Luftraum aufsteigen zu lassen.

Im gesamten Bundesgebiet erfahren die aus Asien stammenden, ballonartigen Flugobjekte insbesondere im Rahmen privater Feste (Geburtstage, Partys, Hochzeiten etc.) eine immer weiter zunehmende Beliebtheit. Die unter verschiedenen Bezeichnungen vertriebenen, meist etwa bis zu einen Meter hohen Flugobjekte sind in ihrer Funktionsweise mit Heißluftballons vergleichbar. In dem mit dünnem Papier oder ähnlich leichtem Stoff ummantelten Flugkörper, der durch ein Drahtgestell ballonhafte Form erhält, befindet sich eine Feuerquelle. Die Flamme des Brennkörpers erwärmt die Luft, so dass eine Himmelslaterne wie ein Heißluftballon aufsteigt.

Einmal entzündet, wird die Himmelslaterne unkontrollierbar. Korrekturmöglichkeiten im Hinblick auf den Flugweg, die Flugrichtung, die Flughöhe und den Platz, auf den die Himmelslaterne wieder auf die Erde aufkommt, bestehen nicht. Faktisch steigen die Himmelslaternen in eine Höhe von bis zu 500 Metern auf. Sie halten sich zwischen 5 bis 20 Minuten in der Luft. In dieser Zeit können sie mehrere Kilometer zurücklegen. Damit sind erhebliche Gefahren für Leib, Leben oder Eigentum verbunden.

Ausgenommen von dieser Gefahrenabwehrverordnung sind Modell-Heißluftballone, die an einem Halteseil befestigt sind sowie ungefesselte und mit einem aufgerollten Sicherungsseil versehene Modell-Heißluftballone, die über eine Abschaltvorrichtung für die Gaszufuhr verfügen.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nach den Vorschriften der Luftverkehrs-Ordnung der Aufstieg von Flugmodellen mit mehr als 5 Kilogramm Gesamtmasse einer Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde (Landesbetrieb Mobilität – Fachgruppe Luftverkehr, Gebäude 890, 55483 Hahn-Flughafen, Telefon 06543/5088-11 oder 5088-12) bedarf.

 

Gefahrenabwehrverordnung-Himmelslaternen vom 31. August 2009

 

Aufgrund des § 43 Abs. 1 und 2 Satz 1 des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes in der Fassung vom 10. November 1993 (GVBl. S. 595), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Juli 2005 (GVBl. S. 320), BS 2012-1, wird verordnet:

 

§ 1

In Rheinland-Pfalz ist es verboten, unbemannte ballonartige Flugkörper, bei denen der Auftrieb durch Erwärmung der im Ballonkörper enthaltenen Luft mittels einer eigenen Feuerquelle mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erzeugt wird (Himmelslaternen), in den Luftraum aufsteigen zu lassen. Himmelslaternen sind insbesondere die im Handel unter dieser oder einer ähnlichen Bezeichnung, wie „Fluglaterne“, „Kong-Ming-Laterne“, „Skylaterne“, „Partyballon“ oder „Miniatur-Heißluftballon“, bekannten Flugkörper.

 

§ 2

Ordnungswidrig im Sinne des § 48 Abs. 1 des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1 eine Himmelslaterne in den Luftraum aufsteigen lässt.

 

§ 3

Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

Mainz, den 31. August 2009 K. P. Bruch

Minister des Innern und für Sport